top of page

Wofür ist das Pferd da?

  • Autorenbild: Lisa Schanz
    Lisa Schanz
  • 14. Juli 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Wofür ist das Pferd da?

Eine einfache Frage – und doch so unangenehm komplex.

Wir stellen an kein anderes Lebewesen so hohe Ansprüche wie an das Pferd.


Es soll ruhig sein, aber spritzig.


Verlässlich, aber nicht langweilig.


Gesund, aber belastbar.


Gehorsam, aber bitteschön mit Charakter.


Leistungsbereit, aber nicht gestresst.


Das Pferd soll uns „spiegeln“, uns emotional regulieren, ein Sportpartner sein, ein Therapietier, ein Kinderpony, ein Freiheitssymbol, ein Seelentröster.


Es darf nicht buckeln, nicht stolpern, nicht laut sein.


Es soll stehen, wenn wir wollen, gehen, wenn wir meinen.


Und das alles bitte natürlich vertrauensvoll, am besten mit Herzchen in den Augen.


Aber was ist, wenn das Pferd einfach … sein will?


Nicht unser Spiegel, nicht unser Lehrer, nicht unser Halt.


Sondern einfach nur ein Pferd.


Ein Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen.


Eigener Geschichte.


Eigenem Tempo.


Und der Berechtigung, auch mal nicht zu „funktionieren“.

Vielleicht liegt wahre Verbindung nicht in der Erfüllung unserer Wünsche, sondern im Aufgeben unserer Erwartungen.


Vielleicht sind Pferde gar nicht für uns da.

Sondern mit uns – wenn wir bereit sind, sie wirklich zu sehen.


 
 
bottom of page